Verwertung

Vom Biogas zu Biomethan

Biogas kann in dafür geeigneten BHKW zu Strom und Wärme verwertet werden. Diese Art der Verwertung ist allerdings stark ortsgebunden und erschließt nicht alle Vorteile dieses Primärenergieträgers. Durch eine Aufbereitung von Biogas zu Biomethan lassen sich noch viele weitere positive Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten erschließen.

Was ist Biomethan?

Handelsübliches Erdgas muss einen bestimmten Anteil an Methan enthalten, einen gewissen Brennwert haben und nahezu frei von anderen Gasen und Feuchtigkeit sein. Durch die Aufbereitung von Biogas entsteht Biomethan, das als vollständiges Erdgas-Substitut ins Erdgasnetz eingespeist und ebenso wie dieser Energieträger genutzt werden kann.

Vom Biogas zu Biomethan

Das erzeugte Biogas, auch Rohgas genannt, wird zunächst einer Vorbehandlung unterzogen, die Verunreinigungen aus dem eingehenden Biogas entfernt, bevor es in den Verdichter und die Trennmembranen gelangt. Sie umfasst die Gastrocknung, den Aktivkohlefilter und die Vorkomprimierung.

In der anschließenden Aufbereitung werden das im
Rohbiogas enthaltene CO2 und andere Gase mittels Membranverfahren separiert. Das aufbereitete Gas enthält bis zu 99 % Methan und wird nun als Biomethan oder auch Bioerdgas bezeichnet. Die anderen abgetrennten Gase wie CO2 und H2 können weiteren Anwendungen zugeführt werden.

Chemisch identisch
mit Erdgas

Generell gilt nach der Biogasaufbereitung: das Biomethan ist überall dort nutzbar, wo auch Erdgas zum Einsatz kommt. Beide Varianten sind chemisch identisch und unterscheiden sich nur noch durch ihre entweder fossile oder biogene Herkunft. Vor der Einspeisung in das Erdgasnetz kann eine Brennwertanpassung (z. B. durch Zugabe von Propan) sowie eine Odorierung des Biomethans aus Sicherheitsgründen notwendig sein, da Biomethan keinen Geruch hat.

Der Prozess:

1. Biogas Produktion
Als Biogasanlagenhersteller mit mehr als 20 Jahren Erfahrung und über1.000 realisierten Anlagen weltweit bieten wir eine breite Palette von Anlagenkonfigurationen aus standardisierten und hochwertigen Komponenten, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Eine lückenlose Ersatzteilversorgung, ein umfangreiches Servicenetz und technische Updates gewährleisten einen störungsfreien Betrieb über die gesamte Lebensdauer der Anlage.
4. Einspeisung
Die Biomethan-Einspeisestation ist zwischen der Biogasaufbereitungsanlage und dem Gasverteilnetz eingebunden. Ihre Funktionen sind die eichfähige Messung des Biomethans, Messung der Gasqualität, Konditionierung, Odorierung und Anpassung des Drucks auf den Netzdruck.
2. Vorbehandlung
Das Biogas kommt als Gemisch aus CO2, Methan und einer geringen Menge anderer Gase aus der Biogasanlage und wird in der Vorbehandlungsstufe mit Aktivkohle entschwefelt, gefiltert und getrocknet, um nachgeschaltete Komponenten vor Verschleiß oder Beschädigung zu schützen. Das vorbehandelte Gas wird dann mit einem Kompressor auf 16 bar verdichtet und der Membranstufe zugeführt. Die Vorbehandlungseinheit wird ebenfalls von agriKomp entwickelt und produziert.
5. CO2 Anwendungen
Das dem Biogas entzogene CO2 kann aufgefangen und durch Verflüssigung zurückgewonnen werden. Es kann in vielen Industrien verwendet werden, z. B. in Gewächshäusern und in der Lebensmittel- und Getränkeherstellung.

3. Aufbereitung
Das vorbehandelte und komprimierte Biogas wird mit einem Membrantrennverfahren aufbereitet, wobei ein methanreiches Produktgas und ein CO2-reiches Nebengas entstehen. Die innovative 3-stufige Membrankonfiguration kann eine Biomethan-Reinheit von bis zu 99 % erzeugen. Die Membrantrennstufe und das Steuersystem sind in einem einzelnen, maßgeschneiderten Container untergebracht.

AGRIPURE®
Das Anlagensystem zur Aufbereitung